Biografie

 

Die Sopranistin Ana Maria Labin wurde in Rumänien geboren und wuchs in der Schweiz auf. Noch während ihrer Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste gewann sie den 1. Preis am Concours Ernst Haefliger in Bern und debütierte am Teatro alla Scala in Mailand als Valencienne in „Die lustige Witwe“. Ana Maria Labin etablierte sich seither als Sängerin von vorwiegend barockem und klassischem Repertoire. Sie trat an verschiedensten Festivals auf und sang an zahlreichen Opernhäusern, unter anderem an der Bayrischen Staatsoper, an der Opéra de Paris und am Zürcher Opernhaus.

Ana Maria Labin trat kürzlich am Silvesterkonzert der renommierten Staatskapelle Dresden in der Semperoper auf. Das Konzert unter der Leitung von Christian Thielemann wurde vom Zweiten Deutschen Fernsehen ZDF ausgestrahlt und ist bei der Deutschen Grammophon sowohl als CD wie auch als DVD erschienen.

Besondere Leidenschaft bringt Ana Maria Labin dem barocken Repertoire entgegen. Sie sang vor kurzem die Rolle der Armida in Robert Carsens Inszenierung von Händels „Rinaldo“ für Glyndebourne on Tour unter der Leitung von Laurence Cummings. Weiter war sie zu erleben als Manto in Steffanis „Niobe“ unter Thomas Hengelbrock an den Schwetzinger Festspielen, u.a. als Venus in Purcells „King Arthur“ von Corinne und Gilles Benizio (alias Shirley & Dino) mit Le Concert spirituel unter Hervé Niquet an der Opéra de Montpellier (auf DVD), als Giuditta in Scarlattis „La Giuditta“ mit Opera2day in den Niederlanden, als Belinda in Purcells „Dido und Aeneas“ am Festival Retz sowie als Galatea in Händels „Acis and Galatea“ unter Raymond Leppard mit dem English Chamber Orchestra (auf DVD). Zusätzlich pflegt Ana Maria Labin eine rege Konzerttätigkeit. Wichtige Auftritte waren Händels „Alexander-Fest“ mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, Bachs „h-Moll Messe“ mit dem Zürcher Kammerorchester und das „Stabat Mater“ von Pergolesi in Spanien. Ausserdem war sie auf Tournee mit dem English Concert unter Harry Bickett, wo sie Vivaldis Motette In furore iustissimae irae und Opernarien von G.F. Händel sang.

Ana Maria Labins Rollen aus dem klassischen Repertoire umfassen Klara in Haydns „Die Welt auf dem Mond“ unter Julia Jones, Zerlina in „Don Giovanni“ an den Opernfestspiele St. Margarethen, Ines in „La Favorite“ mit Enrique Mazzola in Montpellier und Held in Berlioz’ „Béatrice et Bénédict“ mit der Chelsea Opera Group. Sie sang die Erste Dame in „Zauberflöte“-Produktionen der Bayerischen Staatsoper München, des Théâtre du Châtelet Paris und der Opéra de Montpellier. Weiter trat sie auf als Euridice in Glucks „Orfeo ed Euridice“ in Zürich und als Celia in Mozarts „Lucio Silla“, insziniert von Günter Krämer am Mannheimer Mozartsommer unter der Leitung von Dennis Russel Davies und Adam Fischer. Mit Adam Fischer und der Österreichisch-Ungarischen Haydn Philharmonie war sie ausserdem in Haydns „Die Jahreszeiten“ am Eisenstadt Festival zu erleben, ausserdem in „Il ritorno di Tobia“ im Wiener Konzerthaus und in „Die Schöpfung“ in Innsbruck und Luxemburg.

Weitere Konzertauftritte umfassen Aufführungen von Brahms’ „Requiem“, Brittens „Les Illuminations“, Poulencs „Gloria“, Dvoraks „Stabat Mater“, Faurés „Requiem“, Mendelssohns „Lobgesang“, Rossinis „Petite Messe Solenelle“ und andere mehr. Ana Maria Labin widmet sich auch mit grossem Engagement dem Liedrepertoire. Zusammen mit dem Pianisten Jens Fuhr war sie an verschiedenen Recitals mit Werken von Brahms, Dvorak und Mahler sowie mit rumänischen Liedern zu hören.

Ana Maria Labin debütierte an der Opéra de Paris Garnier als Valencienne in „Die lustige Witwe“. Weiter sang sie Cupidon in der Operette „Orphée aux enfers“, Juliette in „Der Graf von Luxemburg“ an den Seefestspielen Mörbisch unter Rudi Bibl und Hanna Glawari in „Die lustige Witwe“ im Konzert.

Die Sängerin hegt auch ein reges Interesse für die moderne und zeitgenössische Musik. Ana Maria Labin sang die Uraufführung von „La chevelure de Bérénice“ von Dominique Lemaître mit dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI unter Daniel Kawka, einen Liederzyklus von Richard Dubugnon unter der Leitung von Alain Altinoglu am Festival Présences von Radio France sowie Luciano Berios „Sequenza III“ unter David Zinman und Christopher Hogwood in der Tonhalle Zürich.

Zu ihren Zukunftsprojekten zählen ihr Debüt als Arminda in „La Finta giardiniera“ am Festival Aix-en-Provence im Sommer 2012, das auch nach Luxemburg und Toulon touren wird, und ihr Debüt beim Glyndebourne Festival als Naiade in „Ariadne auf Naxos“ im Jahr 2013.